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Frauen, Zunft, und Männerwelt

250 Jahre Zunfthaus zur Meisen

Zürcherin mit «Hinderfür», um 1720
Zürcherin mit «Hinderfür», um 1720. Frauen lancierten im 17. Jahrhundert eine neue Hutmode. Als das Geschäft rentierte, nahmen ihnen die Männer die Arbeit weg.
© Privatbesitz, Foto Zentralbibliothek Zürich
29.08 bis 25.11.2007

Eine Ausstellung auf Initiative der Zunft zur Meisen in Zusammenarbeit mit der Abteilung Kultur der Stadt Zürich und dem Schweizerischen Landesmuseum Zürich

Der Anlass

Zwei Steinmetz-Witwen sorgten 1752 für einigen Wirbel in der Stadt Zürich. Sie reichten beim Neubau des Zunfthauses zur Meisen eine günstigere Offerte ein als ihre männlichen Kollegen und erhielten prompt den Auftrag. Die Episode gab den Anlass, nicht nur die Geschichte der Zünfte, sondern auch die Lebensumstände der damaligen Frauen zum Thema einer Ausstellung zu machen, die anlässlich des 250-jährigen Bestehens des Zunfthauses zur Meisen stattfindet.

Mehr Zünfterinnen als Zünfter

Zürich präsentierte sich im 18. Jahrhundert als Modellfall einer Zunftstadt. Die gesamte Bürgerschaft – Frauen und Männer – waren in die Constaffel und zwölf Zünfte eingeteilt. Dazu kam, dass in Zürich ein Fünftel mehr Frauen als Männer lebte. Der Alltag der Frauen innerhalb der Zünfte steht im Mittelpunkt der Ausstellung im Stadthaus Zürich. Eveline Hasler – Verfasserin zahlreicher historischer Romane – ist dem Schicksal einiger Zünfterinnen nachgegangen und hat diese in kurzen Hörspielen zu neuem Leben erweckt.

Männerwelten

Der grösste Teil des gesellschaftlichen Lebens von Zürich spielte sich in den Zunfthäusern ab. Es wurden Allianzen geknüpft, Geschäfte geschmiedet oder man traf sich einfach zu einem Schlummertrunk. Der Ausstellungsteil im Zunfthaus zur Meisen widmet sich ganz der Bedeutung der zünftischen Trinkstuben. Vom armen Sattler bis zum wohlhabenden Kleinrat – alle Bürger verkehrten hier. Dabei drehte sich vieles ums Essen und Trinken. Frauen waren davon zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Sie verkehrten im Laufe der Zeit aber immer weniger in den Zunfthäusern. Die Lebenswelten von Mann und Frau bewegten sich mehr und mehr auseinander.

Die Ausstellung findet an zwei Orten statt:

Zunfthaus zur Meisen
Dienstag – Sonntag 10.30 bis 17.00 Uhr
Montag geschlossen
Münsterhof 20, 8001 Zürich
Telefon 044 221 28 07
E-Mail: kanzlei@snm.admin.ch
Eintritt frei

Stadthaus Zürich
Montag – Freitag 9.00 bis 18.00 Uhr
Samstag und Sonntag geschlossen
Stadthausquai 17, 8001 Zürich
Telefon 044 412 31 23
E-Mail: ausstellungen@zuerich.ch
www.stadt-zuerich.ch/ausstellung
Eintritt frei

Für weitere Informationen zur Ausstellung wenden Sie sich bitte an:
Markus Brühlmeier, Historiker und Ausstellungskurator, Tel. 044 480 25 05,
E-Mail: arthist@active.ch





Schweizerisches Nationalmuseum
Zunfthaus zur Meisen Zürich
Porzellan- und Fayenceausstellung
Münsterhof 20
8001 Zürich

Tel. +41 (0)44 221 28 07
Fax +41 (0)44 211 29 49
E-mail kanzlei@snm.admin.ch
Do - So  11:00 - 16:00 Uhr
Mo - Mi geschlossen


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